Unterschiede Mavic 2 Pro / Zoom

Unterschiede Mavic Pro und Mavic 2 Pro

Täglich erreichen uns Fragen, wie groß denn nun wirklich die Unterschiede zwischen der mittlerweile über zwei Jahre alten Mavic Pro und der am 23. August 2018 in einem großen Event vorgestellten Mavic 2 Pro bzw. Mavic 2 Zoom.

Der Marktführer in Sachen Drohnen erneuert sein Flagschiff Mavic gleich um zwei neue Versionen. Die Mavic 2 Pro und die Mavic 2 Zoom sind zwei technische Weltneuheiten, mit dem DJI seine Marktherrschaft weiter ausbauen möchte.

DJI stellte gestern am 23. August die Mavic 2 Drohnen-Serie vor und erweiterte die Mavic-Linie über die äußerst erfolgreichen Mavic Pro und Mavic Air hinaus. Die beiden neuen Drohnen, Mavic 2 Pro und Mavic 2 Zoom, haben identische Abmessungen und Flugspezifikationen – der einzige Unterschied besteht in den Kameras. Das klingt erst einmal nach einem geringen Unterschied, wenn man aber bedenkt, dass das Ergebnis hochwertige Fotos und Videos sein sollen, ist das schon sehr entscheidend.

Sensoren
Die Sensoren sind wahrscheinlich der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Modellen. Der 1/2,3 inchSensor im Mavic 2 Zoom ist genau das, was Sie von einem Smartphone oder einer Einsteiger-Kompaktkamera kennen, während der Mavic 2 Pro einen größeren 1inch Sensor bietet – das gleiche Format wie zum Beispiel Sony in der RX100 Serie von fortschrittlichen Kompaktkameras benutzt. Es bietet nicht nur eine höhere Auflösung (20 Megapixel im Vergleich zu 12), sondern ein größerer Sensor kann mehr Licht aufnehmen und somit eine bessere Bildqualität liefern – das macht den Mavic 2 Pro jedoch nicht unbedingt besser..

Linsen
Da ein größerer Sensor ein größeres Glas erfordert, hat das Mavic 2 Pro kein Zoomobjektiv, sondern wird mit einem festen 28-mm-Objektiv (Vollbildäquivalent) geliefert. Es hat jedoch eine mechanische Blende mit einem Bereich von f/2.8-f/11, wodurch die Kamera unter verschiedenen Lichtbedingungen arbeiten kann, ohne dass die Verschlusszeit erhöht werden muss.

Der kleinere Glasbedarf des 1/2,3-Zoll-Sensors ermöglichte es DJI, einen 2x Zoom auf den Mavic 2 Zoom zu montieren. Beim 24-48-mm-Zoombereich (Full-Frame-Equivalent) geht es nicht nur darum, Objekte näher zu bringen, sondern auch um kreative Effekte. Bei einer Entfernung von 48 mm wird die Entfernung komprimiert und die Kamera bewegt sich quasi wie wir es aus „dramatischen“ Filmen kennen. Wenn sich beispielsweise die Drohne um Ihr Motiv dreht, wird sich der Hintergrund mit hoher Geschwindigkeit bewegen.

Zusätzlich ermöglicht ein eingebauter Dolly-Zoom-Modus die Aufnahme dieser klassischen Kameratechnik, die oft als „Hitchcock-Zoom“ für den Film Vertigo bezeichnet wird. Dies führt zu einem „unruhigen Verziehen“ des Bildes und ist normalerweise ziemlich schwierig mit Bildbearbeitungssoftware zu verwirklichen.

Was zum Teufel ist DLog-M 10-Bit?
Dies ist eine weitere Besonderheit des Mavic 2 Pro. DLog-M ist DJIs Name für seine logarithmische Tonwertkurve, mit der eine Kamera mehr Details einfangen kann, indem sie einen größeren Dynamikumfang beibehält. Im Wesentlichen zeichnet es ein sehr, sehr kontrastarmes Bild auf, so dass die Lichter nicht ausbrechen und die Schatten nicht zu reinem Schwarz werden – aber das Filmmaterial muss farblich abgestuft sein, bevor es normal aussieht. Daher ist DLog-M etwas, was professionelle Filmemacher sehr gerne nutzen.

10-Bit bezieht sich auf die Farbtiefe des Bildes und bezieht sich nicht auf die Bitrate der Videodatei (das sind 100 Megabit pro Sekunde bei beiden neuen Drohnen). Wir haben eine ausführlichere Erklärung, wie das funktioniert, aber die meisten Videos und Bilder, die Sie online sehen, werden in 8-Bit-Farbe aufgenommen, die 256 Helligkeitsstufen pro Farbkanal bietet. 10-Bit erhöht diese Zahl auf 1.024 und sorgt für sattere Farben und sanftere Übergänge zwischen den Farben. Wie DLog-M ist dies eine Funktion, die wirklich nur Profis benötigen.

Welches Mavic 2 ist das Richtige für dich?
Der allgemeine Verbraucher dürfte mit dem Mavic 2 Zoom glücklicher sein. Es bietet mehr Flexibilität mit seinem 2x Zoom-Objektiv, eröffnet einige lustige und automatisierte kreative Aufnahmen und kostet ca. 200 Euro weniger (ca. 1450 Euro).

Der Mavic 2 Pro ist, wie der Name schon sagt, besser für professionelle Anwender geeignet. Dank des größeren Sensors, der 10-Bit-Farbe und des logarithmischen Gammas hat es einen klaren Vorteil in der Bildqualität. Das heißt, es kann nicht die gleichen Perspektiven wie der Mavic 2 Zoom erreichen. Der Mavic 2 Pro kostet ca. 1650 Euro.

Da jetzt viele Anwender vom Mavic Pro zum Mavic 2 umsteigen, werden die Preise der älteren Modelle purzeln. Wir empfehlen deshalb allen, die gerne eine Drohne haben möchten, aber nicht unbedingt das neue Modell benötigen, vorerst mit der Mavic Pro* anzufangen.

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