Mit einer DJI Drohne über Wasser fliegen

Sicherlich gab es schon das ein oder andere Mal, bei dem du mit deinem Quadrokopter gerne über Wasser geflogen wärst oder dies sogar bereits getan hast. Zwar rät der Hersteller DJI ausdrücklich davon ab, dennoch ist die Verlockung für viele Foto- und Videografen häufig groß. Die dabei entstehenden Shots sehen einfach zu gut aus – Risiko hin oder her. Damit deiner Drohne nichts passiert und du sie heile wiederbekommst, haben wir hier eine Checkliste für dich, worauf du beim Fliegen über Wasser achten solltest.

Schritt-für-Schritt-Anleitung, um sicher über Wasser zu fliegen, ohne dabei deine Drohne zu schrotten

1. Aufnahmen vorher planen

Bevor du deine Drohne startest und losfliegst, solltest du dir Gedanken machen, wo du abhebst und wo du wieder landen willst. Wenn du über Wasser fliegen möchtest, hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Du kannst entweder von Land abheben und landen oder aber von einem Wasserfahrzeug wie etwa einem Boot oder ähnlichem. Letzteres sollte sich bei Start und Landung jedoch möglichst nicht oder nur wenig bewegen. Stell dir vor, wie das Video nachher aussehen soll, und nimm am besten ein paar Testaufnahmen über Land auf.

2. Die Windgeschwindigkeit checken

Wie vor jedem Flug solltest du auch, wenn du vorhast, über Wasser zu fliegen, vor dem Start auf die Windgeschwindigkeit achten. Während hohe Windgeschwindigkeiten grundsätzlich vermieden werden sollten, kann bereits schwacher Wind zu einer beeinträchtigten Akkulaufzeit führen.

3. Vision Positioning System (VPS) deaktivieren

Das sogenannte Vision Positioning System – kurz VPS – nutzt Sensoren zur Sichtpositionierung. Dadurch können Drohnen von DJI den Untergrund registrieren und so normalerweise ihre Position stabil halten. Wenn du allerdings weniger als 2 Meter über dem Wasser fliegst, können Reflektionen auf dem Wasser die Sensoren möglicherweise verwirren, weshalb du in diesem Fall vor dem Flug das System abschalten solltest. Das machst du unter: General Settings – Visual Navigation Settings – Advanced Settings – Enable Vision Positioning. Wenn du den letzten Punkt deaktivierst, ploppt die Frage “Disable Vision Positioning?” auf, welche du mit “OK” bestätigst.

4. Den Home Point manuell aktualisieren

Der Home Point wird normalerweise dort gespeichert, wo du deine Drohne gestartet hast und bezieht sich idealerweise sowohl auf den Kompass als auch GPS-Daten. Wenn du dich jedoch auf einem sich bewegenden Untergrund wie zum Beispiel auf einem Boot oder Stand-Up-Paddle-Board befindest, kann deiner Drohne dies zum Verhängnis werden. Daher solltest du in diesem Fall den Home Point während des Flugs manuell aktualisieren. Dazu öffnest du die Einstellungen und setzt den Home Point auf „Me“ bzw. den Button mit der Person drauf.

5. Maximale Flugdistanz einstellen und Sichtkontakt halten

Gemäß den rechtlichen Vorgaben sowie der Sicherheit deiner Drohne, solltest du diese immer mit Sichtkontakt fliegen. Je nachdem, wie weit dein Flug gehen soll, kannst du in der App die maximale Distanz einstellen, welche immer innerhalb der Reichweite liegen sollte.

6. Probleme vermeiden

Es gibt ein paar Hindernisse, zu denen du speziell beim Flug über Wasser ausreichend Sicherheitsabstand bewahren solltest:

• Objekte, die den Kompass oder das GPS-Signal stören könnten: Leuchttürme, Containerschiffe und alle Geräte, die Antennen, Magnete oder WLAN verwenden
• Natürliche Hindernisse wie Bäume, Felsen und Vögel
• Wellen
• Boote

7. Kursverriegelung nutzen

Mit dem intelligente Flugmodus der Kursverriegelung oder „Course Lock“ folgt deine Drohne automatisch einer von dir vorgegebenen Flugbahn. Dadurch kannst du dich noch mehr auf die Aufnahme konzentrieren, was ganz schön praktisch sein kann.

8. Üben, üben, üben

Bevor du deine Drohne über Wasser begibst, solltest du – wenn möglich – den Flug zunächst an Land üben. Schließlich gilt hierbei wie bei fast allem: Übung macht den Meister beziehungsweise die Meisterin.

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