Drohne über Privatgrundstück fliegen

Drohne fliegen auf eigenem Privatgrundstück

Oft bekommen wir Fragen zur rechtlichen Situation in Deutschland zugeschickt. „Wo darf man fliegen?“, „Wie schwer darf eine Drohne sein?“ und „Was ist über Privatgrundstücken zu beachten?“ erhalten wir fast täglich. So fragt Günther beispielsweise: Ich habe mir mal die App „Map2Fly“ heruntergeladen. Ich habe zu den Angaben dort eine Frage: Darf man überhaupt irgendwo fliegen ohne das man jemanden fragen muss? Anscheinend wird es allen wirklich schwer gemacht.
Das ich in oder über dem Dorf nicht fliegen darf, verstehe ich ja noch. Aber in freier Wildbahn? Auf einer großen Wiese?

Mitten im Dorf gibt es einen großen Fußballplatz, das ist die große graue Fläche dort. Ist es dort erlaubt? Oder ist es nicht weit genug weg von den Häusern? Betrifft das generell alle Drohnen oder nur solche die schwerer als 0,25kg sind? Genauso das Agrargebiet: reicht es aus wenn ich den Bauern frage ob ich über seinem Feld fliegen darf? Das sind so viele Regeln, da wird man echt verunsichert. Vielleicht habt ihr ein paar Beispiele wo ihr schon mal geflogen seit und was ihr vorher unternommen habt. Sollte man vor Ort die Polizei fragen, ob man fliegen darf? Danke schön!

Wie sind die Regeln für das FLiegen auf Privatgrundstücken?

Unsere Antwort: Leider sind die Regeln derzeit wirklich sehr verwirrend und für viele undurchschaubar, aber die Polizei musst du nicht fragen, denn die Polizei ist in diesem Fall nicht dein Ansprechpartner. In deinem Fall ist es so, dass dir der Besitzer des Sportplatzes die Erlaubnis geben kann (wer das in deinem Fall ist, ist zu klären… Gemeinde oder Sportverein). Allerdings gibt es hier eine Menge Ausnahmen, zum Beispiel die Lage deines Grundstücks. Liegt der Sportplatz zum Beispiel an einem Flughafen, ist das Fliegen auch dort tabu. Weiterhin ist es nicht gestattet, die Kamera dafür zu benutzen, anderes Privateigentum zu filmen. Hier greift die Drohnenverordnung, auch wenn es ein Privatgrundstück ist.

Bitte beachte, dass dennoch eine Kennzeichnungspflicht bzw. eine Kenntnisnachweispflicht besteht. Die maximale Flughöhe sollte auf 100 Meter begrenzt sein und das Grundstück sollte sich nicht näher als 100m zu Bundesstrassen oder Krankenhäusern befinden.

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2 comments

  • Fred sagt:

    Das Betrifft generell alle Drohnen.. Aufm Feld würde ich einfach so fliegen (vielleicht nicht grade wenn dort gearbeitet wird, bzw vorher mal fragen) ansonsten ist map2fly sehr gut.. Und relativ volkständig, rechtlich verbindlich ist halt das was da ist und nicht das was auf karten eingetragen ist

  • Patrick sagt:

    Ich hatte mal den gleichen fall, ich habe für einen freund ein hochzeitsvideo gemacht, die stattverwaltung u. Standesamt sind in einer burg untergebracht, um im garten zu filmen, reichte die schriftliche Erlaubnis der stattverwaltung (als eigentümer) aber ich durfte keine aufnahmen von privaten grundstücken machen die angrenzten, was mir in der praxis auch fast gelungen ist 🙄

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