Als Anfänger über Dortmund fliegen

Folgende Frage haben wir am 19.07.2021 erhalten: Hallo allerseits,
danke für die Aufnahme!
Ich wohne in Dortmund und habe seit kurzem als erste Drohne überhaupt eine Mavic 2 Pro. Ich fotografiere gerne, daher war ich auch ans Geldausgeben schon etwas gewöhnt.

Nun stecke ich in einem Chaos aus Vorschriften, Regeln und Sorgen fest. Meine Haftpflicht deckt Schäden durch die Drohne ab, nachdem ich meinen Vertrag etwas geändert habe. Ein kleines Schild zur Kennzeichnung ist auf dem Weg zu mir und wird angebaut. So weit zu dem Teil.

Nun habe ich versucht, herauszubekommen, wo man fliegen darf, wo man trotz „formeller Hindernisse“ fliegen kann, ohne in die Hölle befördert zu werden usw.
In Dortmund bin ich bisher nur probeweise über unserem Grundstück geflogen.

Die DFS-App verbietet mir hier allerdings das Fliegen wegen der Nähe zu Hubschrauberlandeplätzen eines Krankenhauses. Die Sperrzonen, die dort wegen der vier Landeplätze in der Stadt eingezeichnet sind, erschlagen das halbe Stadtgebiet, also auch unser Grundstück. Auf der DFS-Website wiederum ist keine Rede von solchen Zonen. Verwirrung!

Am Wochenende habe ich ein wenig im Netz gestöbert und festgestellt, daß ich fast alle interessanten Drohnenvideos, die man sehen kann, für mehr oder weniger illegal entstanden halte. Also liegt zwischen all den prohibitiven Regeln und der gelebten Wirklichkeit offensichtlich ein ganzes Stück. Über dieses wüßte ich gerne mehr.

Ich würde mich freuen, etwas über „good practices“ zu lernen, keine Paragraphenreiterei oder sinnlose Verweise auf Google.

Außerdem würde ich mich freuen, vielleicht Gleichgesinnte aus der Gegend hier (Dortmund/NRW) zu treffen.

Ich werde bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr NRW eine Betriebs- und allgemeine Sondererlaubnis beantragen. Und zwar für weniger als 1,5km von Flugplätzen, Menschenmassen, Bundesstraßen und Wohngebiete (alles mit mehr oder sinnvollen Auflagen, die im Antrag aufgezählt sind).
Da ich nur eine kleine Drohne habe, mir noch nie etwas zu schulden kommen gelassen habe, auch nicht 20 bin und vor habe, alles brav zu machen, gehe ich davon aus, daß das auch klappen wird.

Also brauche ich jetzt eine „Anerkannte Stelle“, wo ich mir die Sachkunde nach LuftVO beschaffe bzw. bestätigen lasse, sowie einen „praktischen Befähigungsnachweis“.
Beides wird von der niedersächsischen Behörde verlangt.

Kann mir jemand konkrete Tipps geben, was sich da hier in der Gegend als „anderkannte Stelle“ anbietet?
Im Internet wird man von mehr oder weniger merkwürdigen (ich kann es nicht beurteilen!) Angeboten überflutet.

Und wenn ich mit meiner Drohne dann in ein anderes Bundesland will, gibt es dann wieder andere Konditionen, Anträge und Bedingungen, um „ungestört“ zu fliegen? Klingt so richtig „bundeseinheitlich harmonisiert“. 🙂

Viele Grüße 🙂

Pascal antwortete: In der DFS App unter weitere Informationen findest du die Anschriften in den einzelnen Bundesländern für Aufstiegsgenehmigungen und Fragen das Thema betreffend.
Kenntnisnachweis kommt darauf an was du genau möchtest…ich fliege zB auch gewerblich und bis 25 Kilo


Anna antwortete: LuftVo sagt alles. Kenntnissnachweis machen bei anerkannten Stelle, erleichtert den Erhalt von Genehmigungen bei der zuständigen Luftfahrtbehörde. Nebenbei:
Fliegen darfst du zur Zeit bis 100 Meter Höhe….wenn ein Rettungshubschrauber zb landen will irritiert dein Kopter erheblich. Ich finde da nix übertrieben.
Trotzden wirst du Plätze zu hauf finden und viel Spass mit dem Hobby haben


Lea antwortete: Erst mal Glückwunsch zur Drohne. Wirst schon noch Gegenden finden wo es verbotslos geht. Wundert mich dass es zwischen der DFS App und der Webseite Unterschiede gibt? Also gerade verbotene Zonen wegen Luftverkehr sind schon ein NoGo. Und da können die dich schnell wirklich heftig angehen. Die anderen Zonen sind zwar auch nicht zu ignorieren aber da kannst natürlich bisserl schummeln. Gerade wenn irgendwo ein Naturschutzgebiet anfängt und du streifst es ein wenig kommst net gleich in die Hölle :D. Ansonsten halte ich mich eigentlich schon an die Vorgaben.


Sarah antwortete: Ich finde das ganze relativ einfach… Mischung aus App und gesunder Menschenverstand wenn ich auf sicherer Seite sein möchte.
Was nützt Mir eine VS wenn ich „illegal“ geflogen bin und die VS somit jede Haftung ausschliesst?
Nein, auch ich bin kein Engel und schon über dem feuer geflogen. Aber habe ich schon 2 Crashs mitgemacht und weiss daher wie schnell es passieren kann.
Schmunzeln muss ich immer wenn jemand irgend eine App öffnet, sagt das dort Fliegen erlaubt ist und man klar erkennen kann, Flug über Häuserlandschaften oder im Naturschutzgebiet. Aber die App sagt ja alles Gut… Na dann haftet der Apphersteller für Mich? Wohl kaum.

Du sagst bei Dir sind Landeplätze und somit gibts die gesetzliche Regelung, Abstand. Das dein Haus nun unter diesem Abstand liegt, pech. Fliegst Du da und es passiert etwas wo Du haften musst wir deine VS nichts machen da die VS ein Haar in der Suppe gefunden hat.

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